Wie ich nach Sardinien kam

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stella
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Re: Wie ich nach Sardinien kam

Beitrag von stella » 12.03.2019, 16:19

Das hört sich nach einem guten Plan an und ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

Habe dir übrigens eine private Nachricht gesendet :)
Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit. (Thomas Mann)

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eumel
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Re: Wie ich nach Sardinien kam

Beitrag von eumel » 14.03.2019, 12:08

Unser erster Besuch auf Sardinien war im Herbst 1990. Unser Sohn war knapp 2 und mit unserer Tochter war ich schwanger. Ich wollte unbedingt Urlaub machen bevor das Baby geboren wurde und mir war in dem Moment egal wo. Meine einzigen Erfahrungen mit Südeuropa war ein Urlaub auf Ibiza mit 19 und einmal Südfrankreich - beide Urlaube waren nicht so, dass mich der Süden fasziniert hätte. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt Nordsee oder Berge in A & CH bevorzugt. Aber dann gab es dieses unschlagbare Angebot von Neckermann - 2 Wochen fahren, eine Woche zahlen und da ich ja unbedingt weg wollte …

Wir sind von Livorno mit Navarma Lines nach Olbia gefahren und hatten ein Ferienhaus in Rena Maiore. Und die Insel hat mich vom ersten Tag an in ihren Bann geschlagen. Meine Vorstellung, ich müsste jeden Tag am Strand rumliegen, war natürlich Quatsch. Es gab sooo viel zu entdecken, sowohl in der näheren Umgebung als auch in der "Ferne". Wir sind einige hundert Kilometer allein auf der Insel gefahren, haben den ganzen Norden erkundet. Tempio, Castelsardo, Alghero, St. Teresa, Mt. Limbara, Cannigione, Porto Cervo - ich weiß gar nicht mehr, wo wir überall waren. Mein einziges Problem war die Fahrt über die Küstenstraße, die sich nicht wirklich mit der morgendlichen Schwangerschaftsübelkeit vertrug.

Es hat dann allerdings doch bis Frühsommer 1994 gedauert, ehe wir wieder nach Sardinien gefahren sind. Dieses Mal war das Ziel San Giovanni di Posada. Anfänglich irritierten mich die langen Strände in dieser Gegend, hatten mich doch im Norden die kleinen Buchten, die ständig von Felsformationen, über die man klettern konnte, so fasziniert. Aber für unsere kleinen Kinder war es dort ideal. Und wandern kann man dort ja auch. Bereits im ersten Urlaub in dieser Gegend haben wir den Monte Albo für uns entdeckt. Seitdem zog es uns jedes Jahr auf diese Insel, anfänglich einmal im Jahr, später fuhren wir sowohl in den Pfingstferien als auch in den großen Ferien dorthin. Meistens 1 x nach S. Giovanni, das andere Mal suchten wir ein anderes Ziel. So haben wir S. Magherita di Pula kennengelernt, Golfo Aranci und meine heißgeliebte Ogliastra. In der Gegend von Arbatax gab / gibt es für mich die ideale Mischung aus Bergen, kleinen und großen Stränden.

Da wir aber jedes Jahr in der Ecke von Posada waren, haben wir dort Bekanntschaften / Freundschaften entwickelt und als wir uns entschlossen haben, uns eine kleine Wohnung auf Sardinien zu zulegen, ist die Wahl auf Posada gefallen. Seit 10 Jahren sind wir dort also "heimisch" und wenn mein Mann nächstes Jahr in den wohlverdienten Ruhestand geht werde wohl auch ich aufhören zu arbeiten und der Plan ist, dann längere Aufenthalte auf der Insel zu machen. Und dann werde ich auch wieder in die Ogliastra kommen um Altes wieder neu zu entdecken bzw. Neues zu erkunden.

LG Ute
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Re: Wie ich nach Sardinien kam

Beitrag von Salamaghe » 14.03.2019, 15:09

Liebe Ute, freu mich schon 8-)
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Re: Wie ich nach Sardinien kam

Beitrag von Su Corvu » 21.03.2019, 16:55

Ich möchte die neuen Menschen hier im Forum noch einmal auf diese Rubrik aufmerksam machen und um Beiträge bitten.
Günther
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Re: Wie ich nach Sardinien kam

Beitrag von Hans1 » 21.03.2019, 18:57

Tja, nicht mehr ganz neu aber meine Geschichte:
Da ich seit jeher Italien und die Menschen mit ihrer Lebenseinstellung abseits vom Tourismus lieben gelernt habe, war es 2004 soweit eine Italienische Insel zu erkunden, Elba.
Tja, im Sommer und dass ohne oder wenig Tourismus? Nirgends auf dem Fleckchen Erde möglich! Statt ein Woch nach 2 Tagen auf mein Motorrad gestiegen und was neues gesucht.
Da war doch was a bissl größer?
In Livorno auf die Moby Nachtfähre und ab ging es nach Sardinien. Nur wohin? Im Hafenterminal eine Karte gekauft und mit dem einen oder anderen Biker gesprochen, wo und ob man den auf Sardinien überhaupt Motorradfahren könnte :mrgreen:
Mir hat man dann die Region um Arbatax empfohlen und ich kam letztendlich nach Girasole ins Hotel Ulivio :ugeek: Schön, mit Pool aber Stoffservieten? Somit war klar, wenig im Hotel, viel auf der Straße. Und sobald ich weg war von den Menschen, hab ich Einheimische getroffen und mit denen über das Leben auf der Insel sprechen können, dass war was anderes als bling bling und flanieren, dass war echt.
Nach den 2 Wochen war klar, ich komme wieder.
War mal im Nord-Westen bei Algehro, im Süden bei Vilasimius und letztendlich wieder im Osten, SMN.

Da gibt es auch Tourismus, aber nicht zum Erschlagen.
Durch irgend einen Umstand, war ich in Sadali, war schon 2012, und wurde von einem Einheimischen angesprochen. Wir haben uns über Stunden unterhalten, er hat von seinem Land erzählt, ich von meinem. Letztenlich waren wir soweit, unsere Leben zu tauschen, da er von meinem fasziniert war und ich von seinem. Aus dieser Geschichte hat sich eine FREUNDSCHAFT entwickelt und wir haben uns 3-4 mal im Jahr getroffen.
Die Freundlichkeit, die uns ab dem ersten Moment in Sadali engegengebracht wurde, ist für mich unbeschreiblich.
2016 haben wir dann den Entschluss gefasst, hier ein Häuschen zu kaufen und unseren Lebensabend zu verbringen.
Als Ende 2017 der Kaufvertrag unterschrieben war, wurde die Hilfsbereitschaft noch größer und jeder hat uns Unterstützung und Hilfe angeboten wenn was gebraucht wird.
Seit diesem Zeitpunkt, fällt es uns immer schwerer Sardinien zu verlassen, na ja, im März 2020 wird KEIN Rückfahrticket gekauft, da bleiben wir.
Eigentlich hätte ich jetzt noch viel schreiben können, aber so kam ich nach/auf Sardinien.
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Sadali oder Bayern :o

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